Qatar Airways begrüßt die Entscheidung des High Court in London von Freitag, 18. Februar 2022, das eine einstweilige Verfügung gegen Airbus erlassen hat. Die Anordnung besagt im Wesentlichen, dass Airbus zwischen dem Datum der Anordnung und einer weiteren Anhörung im April nichts unternehmen darf, was die Fähigkeit von Airbus beeinträchtigen würde, einer gerichtlichen Anordnung nachzukommen die Qatar Airways im Zusammenhang mit der vorgeblichen Annullierung des A321-Vertrags erwirken könnte.
Da es sich bei der erwirkten Anordnung um eine einstweilige Verfügung handelt, hätte ein Verstoß gegen diese schwerwiegende Folgen für Airbus. Die Entscheidung des High Court wird dazu beitragen, Qatar Airways vor zukünftigen Versuchen von Airbus zu schützen, zu behaupten, das Unternehmen sei nicht in der Lage, die Bedingungen des A321-Vertrags zu erfüllen.
Qatar Airways nimmt auch mit Verwunderung die Erklärung des Airbus-CEO zur Kenntnis, die er auf der letzten Bilanzpressekonferenz des Unternehmens abgegeben hat, als er sich auf diesen Rechtsstreit bezog. Er sagte: „Wir müssen Schritte unternehmen, um uns selbst und das Unternehmen zu schützen, und das tun wir im Grunde auch, aber wir versuchen natürlich weiterhin, die die Situation auf gütliche Weise zu lösen." Es ist wichtig klarzustellen, dass weder Qatar Airways noch ihrer Rechtsabteilung Bemühungen von Airbus bekannt sind, die Situation auf gütlichem Wege zu lösen; die tatsächliche Situation besagt genau das Gegenteil. Qatar Airways zeigte sich über die jüngsten Bemühungen von Airbus überrascht, die eigene vertragliche Verpflichtung zur Erstellung einer vollständigen Ursachenanalyse für den beschleunigten Oberflächenverschleiß von der die Airbus A350 betroffen ist, aufzukündigen.
Qatar Airways wird ihre rechtlichen Schritte fortsetzen, um eine Anordnung zu erwirken, die Airbus dazu verpflichtet, den beschleunigten Oberflächenverschleiß der A350 vollständig, ordnungsgemäß und transparent zu untersuchen, um die schlüssige und vollständige Ursache zu ermitteln, die die Oberfläche des Flugzeugs unter der Lackierung beeinträchtigt.
Zudem bedauert Qatar Airways mitteilen zu müssen, dass ihre Aufsichtsbehörde, die Qatar Civil Aviation Authority (QCAA), die Bescheinigung über die Prüfung der Lufttüchtigkeit eines weiteren A350-Flugzeugs widerrufen hat, sodass nun insgesamt 22 Airbus A350-Flugzeuge mit einem Flugverbot belegt sind. Diese Entscheidung wurde von der Aufsichtsbehörde getroffen, da alle diese Flugzeuge infolge des beschleunigten Oberflächenverschleißes der A350, Schäden entwickelt haben, die außerhalb der von Airbus festgelegten Toleranzgrenzen liegen. Die QCAA wird die Wiederinbetriebnahme dieser Flugzeuge erst dann gestatten, wenn eine vollständige und schlüssige Ursachenanalyse abgeschlossen ist, die Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit festgestellt wurden und eine Lösung gefunden wurde, um die Ursache dauerhaft zu beheben und den Schaden zu reparieren. Die Sicherheit von Passagieren und Besatzung hat für Qatar Airways weiterhin höchste Priorität, sodass die Fluggesellschaft die Entscheidung der QCAA unterstützt.