23 Feb 2023
Aotearoa Neuseeland ist bekannt für dessen atemberaubende Natur und spannende Kultur. Das Land ist stolz darauf, seinen Manuhiri (Besuchern) gegenüber Manaakitanga (Gastfreundschaft) zu zeigen. Es lohnt sich, in Neuseeland genauer hinzuschauen, denn der wahre Charme des Landes zeigt sich denen, die in die einzigartige Kultur, die Menschen und die natürliche Umgebung eintauchen, sie respektieren und annehmen. Neuseeland bietet reiche kulturelle Erfahrungen, die Emotionen wecken und Reisende dazu inspirieren, Land und Leute und sich selbst mit neuen Augen zu sehen. Die Möglichkeiten sind unzählig.
In Neuseeland lässt sich die Kultur auf vielfältige Weise erleben, so werden auf beiden Inseln diverse authentische kulturelle Erfahrungen angeboten. Die kulturellen Erfahrungen reichen vom Waldbaden über Kunstfertigkeiten bis hin zum Essen. Bei all diesen Erlebnissen erfahren Besucher mehr über das Land und seine Geschichte.
Nordinsel
Northland
Die subtropische Region erstreckt sich von Auckland bis an die Spitze Neuseelands. Das Northland bietet vielfältige Möglichkeiten für Abenteuer wie Māori-Kultur, Naturwunder der Unterwasserwelt, hoch aufragende alte Bäume und unberührte Strände.
Waitangi Treaty Grounds lehrt Reisende alles zur Geschichte Neuseelands und anschließend können sie das historische Russell erkunden – Neuseelands erste europäische Siedlung.
Die Region bietet einiges, um in der Natur Kraft zu tanken. Reisende können in See stechen, um Delfine zu beobachten und die von goldenem Sand umgebenen Inseln entdecken. Beim Cape Reinga, kann man auf dem Gipfel von Aotearoa stehen und mehr über diesen heiligen Ort der Māori, Te Rerenga Wairua, erfahren.
Das Kulturzentrum Manea Footprints of Kupe erforscht die Geschichte der Māori und die Legende von Kupe, dem großen Seefahrer. Als Höhepunkt bietet es ein Powhiri (Begrüßungszeremonie) und eine Live-Theateraufführung, die Kupes epische Reise nach Neuseeland zum Leben erweckt.
Im Waipoua Forest bietet Footprints Waipoua ein spirituelles Erlebnis. In der Dämmerung wird man über einen Pfad geführt, hört Geschichten und Legenden aus vergangenen Zeiten und begegnet kanohi ki te kanohi (von Angesicht zu Angesicht) einigen der ältesten und größten bekannten Kauri-Bäume der Welt, darunter Tāne Mahuta, der über 2.000 Jahre alt ist. Ein Māori-Führer informiert Interessierte über die einheimische Flora und Fauna, erzählt Māori-Legenden über den Wald und singt Māori-Lieder, die ihre spirituelle Verbindung zur Natur vermitteln.
Auckland
Auckland ist eine lebhafte, multikulturelle Stadt, die von Wäldern, Stränden, Vulkankegeln und Häfen geprägt ist. Bei einem Spaziergang an der beliebten Promenade lernt man Einheimische kennen und kann die einzigartige neuseeländische Küche in Restaurants wie dem Kingi genießen. Kingi hat 2020 eröffnet und ist ein nachhaltiges Meeresfrüchte-Restaurant von Tom Hishon und Josh Helm. Das Team arbeitet nur mit unabhängigen Fischern zusammen, die ihren Fang ethisch oder durch regenerative Landwirtschaft ernten.
Auf Waiheke Island lassen sich Produkte der weltberühmten Weingüter und der aufstrebenden handwerklichen Brennereien probieren, gleich auf der anderen Seite des Waitematā Harbour.
In Auckland können Touristen ebenfalls Erfahrungen beim Waldbaden sammeln. Bei diesem einzigartigen Erlebnis können die Teilnehmer Entschleunigung pur erleben und sich mit der Natur verbinden, während sie dadurch spazieren. Das Waldbaden regt sämtliche Sinne an und vermittelt einem das Gefühl der Revitalisierung und der Erfrischung. Das aus Japan stammende Waldbaden hat viele gesundheitliche Vorteile und soll das Immunsystem stärken, Ängste und Depressionen lindern und kann sogar den Blutdruck senken.
Rotorua
Rotorua ist ein geothermisches Wunderland mit blubbernden Schlammpools, Dampfwolken, schießenden Geysiren und natürlichen heißen Quellen, die zum Entspannen einladen. Umgeben von Bergen, Flüssen, Wäldern und 18 Süßwasserseen ist Rotorua der perfekte Ort, um mit der Natur in Kontakt zu kommen, und ist bekannt für seine authentische Māori-Kultur und Gastfreundschaft.
In Te Puia kann man nicht nur den größten aktiven Geysir der südlichen Hemisphäre und einige Schlammpools erleben, sondern es ist auch ein Ort, an dem die Kunst der Māori lebendig gehalten und am New Zealand Māori Art and Crafts Institute gelehrt wird. Bei einem Besuch in Te Puia gibt es die Gelegenheit, talentierte Schnitzer bei der Arbeit zu beobachten, die einfache Holzstücke in kunstvolle Details verwandeln.
Te Pā Tū, Neuseelands preisgekrönte Kulturattraktion (ehemals Tamaki Māori Village) hat neue Erlebnisse entwickelt, die das saisonale kai (Essen) und die Māori-Kultur feiern. Für Māori ist kai ein wesentlicher Bestandteil jeder besonderen Zusammenkunft. So erleben die Besucher die mystische Ahi Taitai (Feuerzeremonie), bevor sie in den Tawa-Wald treten, um saisonale kai horotai (Kanapees) und einen Spaziergang bei Laternenlicht zu einem üppigen dreigängigen hākari (Festmahl) zu genießen.
Ebenfalls einen Ausflug wert sind die Pink and White Terraces. Sie waren Neuseelands erste Touristenattraktion. Als der Mount Tarawera 1886 ausbrach, das Waimangu-Tal zerstörte und den Rotomahana-See auf das Zwanzigfache seiner ursprünglichen Größe wachsen ließ, dachte man die Pink and White Terraces seien für immer verloren. 2011 wurde das Naturwunder wiedergefunden – auf dem Boden des Rotomahana-Sees. Besucher können bei einer Bootsfahrt auf dem See über den Standort der Pink and White Terraces fahren, um sich auf die Spuren der ersten Touristen Neuseelands zu machen und mehr über die Geschichte des Naturwunders und des Tarawera-Ausbruchs zu erfahren.
Wellington
Wellington, als "coolste kleine Hauptstadt der Welt" gekürt, sollte auf keiner Reiseroute fehlen. Besucher können viele Museen, Kunstgalerien und Theateraufführungen entdecken, die die pulsierende Kulturszene der Stadt ausmachen. Hier ist das Essensangebot sehr gut, denn die Stadt ist bekannt für zwangloses Essen, mit vielen großartigen Restaurants, Nachtmärkten und Food Trucks.
In ganz Neuseeland werden zunehmend wieder die typischen Māori-Zutaten in der Küche verwendet, da Spitzenköche versuchen, die Kultur der Ureinwohner mit modernen Kochtechniken zu verbinden. Um dies selbst zu erleben, ist das Hiakai Restaurant in Wellington die beste Adresse. Die Küchenchefin Monique Fiso hat dieses Restaurant als "Pop-up"-Restaurant gegründet, das sich der Wiederentdeckung und Weiterentwicklung von Māori-Kochtechniken widmet. Seitdem hat sie sich als führende Innovatorin in der neuseeländischen Gastronomieszene etabliert. Viele der Zutaten für ihre Speisekarte stammen von den Hängen Wellingtons und repräsentieren die "lokalsten" Aromen Neuseelands.
Südinsel
Canterbury
Die ausgedehnte Canterbury Region ist ideal für Abenteurer und Naturfans. Es ist ein Paradies für Sternengucker.
Im Aoraki Dark Sky Reserve lässt sich der unendliche Nachthimmel genießen. Im Jahr 2012 wurde das 4.300 Quadratkilometer große Mackenzie-Becken zum Aoraki Mackenzie International Dark Sky Reserve erklärt, wobei die Lichtverschmutzung in diesem Gebiet streng kontrolliert wird. Das Reservat beherbergt Neuseelands führendes astronomisches Forschungszentrum und ist eines von nur acht weltweit. Es ist das größte seiner Art in der südlichen Hemisphäre und wird sowohl von interessierten Besuchern als auch von Astronomen aufgesucht. Besucher können sich auf eine Reise, die 13,8 Milliarden Jahre zurück liegt, mit einer Tour des Dark Sky Project, begeben. Fachkundige Astronomieführer erwecken im weltweit einzigartigen Multimedia-Dark-Sky-Erlebnis den Nachthimmel tagsüber zum Leben. Bei jedem Wetter können Besucher hier die wissenschaftliche und kulturelle Perspektive der südlichen Hemisphäre entdecken.
In der Region gibt es verschiedene Unterkünfte, um richtig in die Natur einzutauchen. Beispielsweise lohnt sich eine Nacht im SkyScape auf einer 6.000 Hektar großen Schaf- und Rinderfarm inmitten des Ben Ōhau-Gebirges bei Twizel. Die Unterkunft besteht fast nur aus Glas, sodass die Gäste in der Nacht die Sterne beobachten können.
Auch Greystone PurePod ist ein besonderer Rückzugsort und für ultimativen Komfort, Luxus sowie Weitblick in Privatsphäre und Abgeschiedenheit konzipiert. Die Unterkunft liegt hoch über dem preisgekrönten Greystone-Weinberg, weniger als eine Stunde nördlich von Christchurch, mitten im Herzen des Weinanbaugebiets Waipara Valley. Der gläserne Bau der Unterkunft sorgt für einen ungestörten Blick auf die Umgebung.
Marlborough
Marlborough ist die Weinregion Neuseelands, aus der 75 Prozent aller neuseeländischen Weine stammen. In dieser Region liegt Kaikōura, ein kleines, malerisches Küstendorf, das von hohen, schneebedeckten Bergen, den Seaward Kaikōura's, umgeben ist. Es gibt nur wenige Orte, an denen man morgens auf dem Gipfel eines schneebedeckten Berges steht, am Nachmittag Wale und Delfine beobachtet, mit Delfinen und Robben schwimmt und am Abend, während man fangfrische Meeresfrüchte genießt, den Sonnenuntergang betrachtet.
Touristen können Neoprenanzug, Schwimmflossen und Schnorchel anziehen und den wildlebenden Delfinen von Kaikōura ganz nah kommen – eine Begegnung, die sicher begeistern und überraschen wird. Diese Delfine, die oft in großer Zahl in den Küstengewässern vor der Südinsel von Neuseeland anzutreffen sind, gehören zu den neugierigsten, geselligsten und akrobatischsten Delfinarten. Wer Wale entdecken möchte, kann dies mit Whale Watch Kaikōura tun. Es ist ein mehrfach national und international ausgezeichnetes neuseeländisches Naturtourismusunternehmen, das dem indigenen Volk der Ngati Kuri von Kaikōura, einem Māori-Unterstamm des größeren Stammes der Ngāi Tahu auf der Südinsel, gehört und von ihm betrieben wird. Whale Watch wurde 1987 gegründet und Ziel des Unternehmens war es, die Gemeinde wiederzubeleben und der einheimischen Bevölkerung neue Möglichkeiten zu eröffnen.
Wer mehr von der Region sehen möchte und sich durch die verschiedenen Weine kosten möchte, sollte an einer Weintour teilnehmen. Auf der Taste Marlborough Wine Tour können Gäste bei einer ganztägigen Erkundungstour hinter die Kulissen der weltberühmten Weinregion Marlborough schauen und eine ausgewählte Anzahl exklusiver Weingüter in Marlborough besuchen.
Fiordland
Als Teil des Weltkulturerbes Te Wahipounamu im Südwesten Neuseelands ist Fiordland bekannt für seine atemberaubenden Landschaften, seine bemerkenswerte Natur und Tierwelt sowie seine mehrtägigen Wanderwege. Der Fiordland-Nationalpark, Neuseelands größter Nationalpark, gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO.
Der Milford Sound (oder Piopiotahi in Te Reo Māori) mit seinen imposanten Steilklippen, dem tiefdunklen Wasser und den Wasserfällen ist bei jedem Wetter beeindruckend und stimmungsvoll. Die Wasserfälle sind bei Regen am eindrucksvollsten, sagen Einheimische. Der von dem britischen Schriftsteller Rudyard Kipling als „achtes Weltwunder“ bezeichnete Milford Sound wurde während der Eiszeiten von Gletschern geformt. Reisende können diesen abgelegenen Teil von Neuseeland im Rahmen einer Kreuzfahrt erkunden und Ausschau nach Großen Tümmlern und Pelzrobben, die sich auf den Felsen sonnen, oder Dickschnabelpinguinen, die durchs Wasser jagen, halten.
Der Doubtful Sound steht im Kontrast zum Milford Sound und ist der tiefste (421 Meter) und zweitlängste (40 Kilometer) der Fjorde der Südinsel. Touristen können hier den „Sound of Silence“ entdecken: Eine Ruhe, die seinesgleichen sucht. Wie andere Fjorde in dieser Gegend besteht auch der Doubtful Sound aus zwei verschiedenen Wasserschichten, die sich nicht vermischen. Die oberen Meter sind Süßwasser, das von den Abflüssen der umliegenden Berge gespeist wird. Darunter befindet sich eine Schicht mit Salzwasser aus dem Meer. Durch die beiden unterschiedlichen Wasserschichten wird das Eindringen von Licht erschwert. Daher wachsen hier viele Tiefseearten – wie z.B. schwarze Korallen – in geringer Tiefe. Mit einer Kreuzfahrt lässt sich der Doubtful Sound am besten erleben.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Website: https://www.newzealand.com/de/campaign/ifyouseek/
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