22 Dec 2020
FULFINUM – STAUNEN AUF KRK Badespaß und Kulturinteressen lassen sich in Omišalj auf der Insel Krk hervorragend unter einen Hut bringen. Schöne Sand- und Kiesstrände prägen die 3 km lange Bucht. Neben dem außergewöhnlich gut erhal - tenen historischen Zentrum von Omišalj sollte man unbedingt den nur 2 km entfernten Archäologiepark von Mirina besuchen. Dort wurde eine beeindruckende Basilika aus dem 5. Jhdt. teilweise rekonstruiert, wofür man die monumentalen Blöcke der im vorgelagerten Meer versunkenen antiken Römerstadt »Fulfinum« verwendete.
STEINWALL DER RÖMER SPANNENDE ARCHÄOLOGIE
Am Übergang zur Welt der »Barbaren« legten die alten Römer über Jahrhunder - te ein rund 5000 Kilometer langes Grenz - sicherungssystem an, den sogenannten Limes. Entlang der Donau nennt man ihn Donaulimes – ein durch acht Länder füh - rendes Band aus Kastellen, Wachtürmen, Siedlungen und Steinmauern, das sich um die Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe bewirbt. Systematische Grabungen und das Studium von Altfunden wollen bald Antwort auf die Frage geben, ob das römische Militär bereits seit Augustus an der Donau in Kroatien stationiert war. Das als »Claustra Alpia Iularium« bekann - te Verteidigungssystem des Römischen Reichs führt von Kärnten über Slowenien nach Kroatien, wo es mit 80 Kilometern Länge eines der größten und komplexes - ten Denkmäler der Spätantike darstellt. Die Festung Trsat bei Rijeka zählt dazu. Ein Besuch lohnt sich, nicht zuletzt wegen der traumhaften Aussicht über die Bucht.
MALA BARKA – KÜSTENLEBEN KLEINE BOOTE UND MEHR
Lebendig erfahren lässt sich das spannende Kvarner Küstenleben im Interpretationszentrum für maritimes Erbe (Krk/Altstadt). Multimediale Infos zur lokalen Fischerei und Seefahrt, histori - sche Ausstellungsstücke sowie eine Miniaturschiff-Werkstatt mit Workshops laden dazu ein. In Mošćenička Draga spiegelt das Haus des Meeres Leben und Arbeiten der Einheimischen in einem denkmalgeschützten Gebäude wider und direkt vor dem Museum des Apoxyomenos in Mali Lošinj bildet der Logger »Nerezinac« ein schwimmendes Freilichtmuseum. Das wertvolle Exemplar des traditionellen Schiffbaus schildert das Leben an Bord – zum Staunen, Angrei - fen und Mitmachen.
Foto: TVB KVarner, ART Redaktionsteam