27 Feb 2017
Tags: Glasgow, Glasgow Shopping, Glasgow Foodie, Schottland, Scotland, Visit Scotland, Great Britain, Großbritannien
GLASGOW: SCHOTTLANDS KULTURELLER HOTSPOT
Glasgow wurde 1990 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt.
Heute, mehr als 25 Jahre nachdem diese prestigeträchtige Auszeichnung die Stadt ins Rampenlicht gerückt hatte, übernimmt Glasgow unter internationaler Anerkennung auch weiterhin eine Vorreiterrolle in den Bereichen zeitgenössische Kunst, Design und Musik. Gleichzeitig bewahrt die Stadt ihr wertvolles architektonisches Erbe, die Kunstsammlung eines Bürgers der Stadt, die Weltruhm genießt, und ihre Stellung als Heimat fast aller Ensembles für darstellende Künste in Schottland.
Glasgow ist Schottlands kulturelles Zentrum.
Das kulturelle Erbe
Die Museen in Glasgow haben – mit Ausnahme von London – mehr Besucher als in jeder anderen Stadt im Vereinigten Königreich, und die Stadt ist zu Recht bekannt für ihr großes kulturelles Angebot. Glasgow ist stolz auf das symbolträchtige Kelvingrove Art Gallery and Museum, das von Zaha Hadid entworfene Riverside Museum of Transport and Travel (das übrigens 2013 zum Museum des Jahres gekürt wurde), das Hunterian, die Gallery of Modern Art und die preisgekrönte Burrel Collection, in der die größte Kunstsammlung zusammengefasst ist, die jemals von einem einzelnen Kunstliebhaber geschaffen wurde – von Sir William Burrell.
Mit ihren 9.000 Exponaten – die Bandbreite reicht von seltenem chinesischen Porzellan bis zu Meisterwerken von Manet, Degas und Cézanne, von Objekten aus der Antike bis zu Werken von Rembrandt und Rodin – gehört die Burrell Collection zu den großartigsten Kunstsammlungen der Welt.
Damit sich auch künftige Generationen an diesem einzigartigen Geschenk, das Sir William der Stadt machte, erfreuen können, ist die Galerie derzeit vorübergehend bis 2020 geschlossen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird im Rahmen eines Sanierungsprogramms, dessen Kosten 66 Mio. GBP (78 Mio. EUR) betragen, umfassend renoviert. Nach der Renovierung werden über 90 Prozent der 9.000 Exponate ausgestellt, teilweise im Untergeschoss, das erstmals für Besucher zugänglich sein wird, außerdem in einem Kernbereich. Dadurch wird der Zugang zu einer Vielzahl von Kunstwerken erleichtert.
In der gesamten Stadt findet man in den für Besucher kostenlosen Museen und Galerien Meisterwerke von Dali, Van Gogh, Renoir, Whistler und Monet, aber auch beeindruckende Arbeiten der Glasgow Boys und der Schottischen Koloristen.
Mithilfe einer erfolgreichen Partnerschaft zwischen dem Glasgow City Council, der Glasgow Life, der Universität von Glasgow und der Nationalbibliothek Schottlands konnte die historische Kelvin Hall in ein interessantes neues Kulturkompetenzzentrum umgewandelt werden, in dem neben Lagerräumen für Sammlungen und Räumen für Forschung und Lehre auch ein modernes Gesundheits- und Fitness-Zentrum untergebracht ist.
Phase 1 des Projekts bietet nach Investitionen in Höhe von 35 Mio. GBP (41 Mio. EUR) sichere, geschützte und zugängliche Lagerräume für das international bekannte Hunterian Museum und die Bürgersammlungen Glasgows, die im Sommer 2016 eröffnet wurden.
Etwa 1,5 Millionen Objekte, die bislang an verschiedenen Standorten in der Stadt eingelagert waren, wurden in das neue Gebäude verlagert.
Die einzige, noch heute komplett erhaltene Innenausstattung von Charles Rennie Macintosh, die er für den Teesalon von Miss Cranston in der Ingram Street entworfen hat, wird ebenfalls in die Kelvin Hall verlagert. Die Konservierungsarbeiten werden vor den Augen der Öffentlichkeit durchgeführt.
Kelvin Hall ist außerdem auch der neue Standort des Archivs für bewegte Bilder der Nationalbibliothek Schottlands. Damit wird der Zugang zu mehr als 100 Jahren schottischer Geschichte auf Film, Video und in digitalen Bilddateien erleichtert.
In Kelvin Hall wurde auch eine Akademie für kulturelles und historisches Erbe (Academy for Cultural and Heritage Skills) gegründet, um den Wissensaustausch zwischen dem Museum und den Sektoren für Kulturerbe auf nationaler und internationaler Ebene zu erleichtern.
Glasgow ist die Heimat von fünf der insgesamt sechs international bekannten schottischen Ensembles für darstellende Künste: das Scottish National Orchestra; das National Theatre of Scotland; das BBC Scottish Symphony Orchestra und die Scottish Opera und das Scottish Ballet. Das Royal Conservatoire of Scotland, das auf der Weltrangliste der Ausbildungsstätten für darstellende Künste den sechsten Platz einnimmt, feiert 2017 sein 170. Jubiläum und widmet sich der Ausbildung und Entwicklung der nächsten Künstlergeneration.
Zeitgenössische Kunst
Die Glasgow School of Art ist seit 1845 das Epizentrum der Kreativität der Stadt. Die Kunsthochschule ist noch immer ein Exzellenzentrum von Weltruhm für bildnerische Kreationen. www.gsa.ac.uk
In Glasgow gibt es künstlerisches Talent im Überfluss und nicht weniger als sieben Gewinner des Turner Prize (Martin Creed, Douglas Gordon, Simon Starling, Richard Wright, Susan Philipsz, Martin Boyce und Duncan Campbell) sowie elf Kandidaten für den Turner Prize (Christine Borland, Phil Collins, Nathan Coley, Jim Lambie, Cathy Wilkes, Lucy Skaer, Karla Black, Luke Fowler, David Shrigley, Ciara Phillips and Tris Vonna-Michell) stammen aus Glasgow, wurden hier ausgebildet oder haben in den vergangenen Jahren in der Stadt gearbeitet.
Angesichts einer solch großen Kreativszene überraschte es nicht, dass das Kulturzentrum Glasgow Tramway 2015 als Veranstaltungsort für die Übergabe des Turner Prize ausgewählt wurde. Veranstaltungsorte und Studios wie The Briggait, Trongate 103, The Whisky Bond, South Block, SWG3, WASPS, the Glue Factory und das CCA unterstreichen die Stellung der Stadt als Zentrum für moderne Kunst und Kreativität.
Glasgow International ist eine weltbekannte Biennale für zeitgenössische Kunst. Die besten Werke lokaler und internationaler Künstler werden einem sehr vielschichtigen Publikum präsentiert.
Die nächste Glasgow International findet im April 2018 statt und positioniert die Stadt erneut als wichtiges Zentrum für die Produktion und Ausstellung zeitgenössischer bildender Kunst. Das Programm für 2018 umfasst Ausstellungen, Events, Diskussionen, Performances und Projekte internationaler und in Glasgow ansässiger Künstler.
Aber auch unabhängige, von Künstlern betriebene Galerien wie Transmission und Mary Mary sowie die ‚Culturepreneurs' des Modern Institute werfen ihr ganzes Gewicht in die Waagschale und helfen dabei, Glasgow auf der globalen Karte der Kunst zu verankern.
Der aus der Schweiz stammende Kurator Hans Ulrich Obrist versuchte, die auffallende Kreativität der Stadt auf den Punkt zu bringen und beschrieb sie als das ‚Wunder von Glasgow'.
Charles Rennie Mackintosh
Charles Rennie Mackintosh (1868-1928) wurde in Glasgow geboren und war eine der kreativsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und ein führender Kopf der europäischen Art Nouveau-Bewegung. Als Architekt, Designer und Künstler hinterließ er beeindruckende Arbeiten und wird als Begründer des „Glasgow Style“ verehrt.
Diese unverwechselbare und eklektische Stilrichtung wurde von Mackintosh und einer Gruppe von Kreativen vor Ort entwickelt, die unter der Bezeichnung ‚The Glasgow Four' bekannt sind. Zur Gruppe ‚The Four' gehörten neben Mackintosh James Herbert McNair, Margaret MacDonald, die spätere Ehefrau von Mackintosh, und ihre Schwester Frances MacDonald.
Die international viel gelobte Glasgow School of Art gilt als Meisterwerk von Mackintosh und wurde vom Royal Institute of British Architects als schönstes von einem britischen Architekten in den letzten 175 Jahren entworfenes Gebäude ausgezeichnet. Im Mai 2014 beschädigte ein Feuer den Westflügel des Mackintosh-Gebäudes. Wegen der laufenden Renovierungsarbeiten haben Besucher derzeit keinen Zugang zum Innenbereich.
Dennoch gibt es für Besucher der Glasgow School of Art (GSA) viel zu sehen und viel zu unternehmen, so beispielsweise das Besucherzentrum und das Geschäft ‚Window on Mackintosh' im modernen Reid-Gebäude. Interessante Besichtigungen der direkten Umgebung und der weiteren Stadt beginnen direkt hier. www.gsa.ac.uk/visit-gsa/tours
Das Mackintosh House in der Hunterian Art Gallery ist ein originalgetreuer Wiederaufbau der wichtigsten Räume des Hauses der Familie Mackintosh in Glasgow, das er in seinem unverwechselbaren Stil dekorierte, der aufgrund der disziplinierten Schlichtheit und Schönheit der Möbel und Dekorationsgegenstände damals und auch heute noch beeindruckt. Die Hunterian Art Gallery besitzt die größte Einzelausstellung des Werks von Charles Rennie Mackintosh. www.gla.ac.uk/hunterian
Weitere Highlights sind die Mackintosh und die Glasgow Style Gallery im Kelvingrove Art Gallery and Museum, das die weltgrößte Dauerausstellung von Werken der wichtigsten Mitglieder der Bewegung ‚Glasgow Style' beherbergt.
Die Stadt besitzt eine unglaublich große Sammlung von Objekten aus dieser international bedeutungsvollen Periode des Designs und Kunsthandwerks und die Galerie vermittelt einen Eindruck über die angewandten künstlerischen Techniken – von erlesener Glasmalerei, Emaille- und Metallarbeiten bis zu Keramiken, Gesso, Möbel und Innenausstattungen von Teesalons. www.glasgowlife.org.uk/museums
Hier erfahren Sie mehr über den genialen Künstler Charles Rennie Mackintosh: https://peoplemakeglasgow.com/things-to-do/mackintosh
Musik
Wie man es von einer von der UNESCO ausgezeichneten Musikstadt erwarten kann, finden in Glasgow jede Woche mehr als 130 Live-Performances statt, die jedes Jahr mit etwa 75 Mio. GBP (88 Mio. EUR) zum Wirtschaftsleben der Stadt beitragen.
Glasgows legendäre Musikszene deckt das gesamte Spektrum ab – von Urban, Hip-Hop, Electronica und Indie bis zur klassischen und keltischen Musik.
Celtic Connections, das größte jährliche Winter-Musikfestival seiner Art, findet jedes Jahr im Januar in Glasgow statt. Das aufregende Schauspiel von Piping Life!, Glasgows internationales Dudelsack-Festival, und die World Pipe Band Championships werden jeweils im August veranstaltet.
Wie die Musikszene, so ist auch die Bandbreite der Veranstaltungsorte in Glasgow sehr vielseitig: das SSE Hydro (derzeit auf Platz 3 der meist frequentierten Veranstaltungsorte der Welt), King Tut's Wah Wah Hut (durchgehend als Top-Veranstaltungsort für Live Musik im Vereinigten Königreich gewählt), the Barrowland, O2 Academy, Glasgow Royal Concert Hall, City Halls und The Old Fruitmarket.
Folgende Musiker/Bands haben ihre Wurzeln in der Stadt: Franz Ferdinand, Mogwai, Primal Scream, Texas, Travis, Teenage Fanclub, The Vaselines, Glasvegas und Belle and Sebastian, sowie Neuentdeckungen wie Chvrches, Twilight Sad, Twin Atlantic, Sparrow and The Workshop, Roddy Hart and The Lonesome Fire, Frightened Rabbit, White und Admiral Fallow. http://www.glasgowcityofmusic.com/
ENDE
Weitere Informationen sind unter folgender Kontaktadresse erhaltlich:
Moira Dyer, Senior Manager Marketing Communications – International
Glasgow Life
Tel.: +44 (0)141 566 0831
E-Mail: moira.dyer@glasgowcitymarketingbureau.com
www.peoplemakeglasgow.de
www.glasgowlife.org.uk