Frankfurt 2024
Die großen Kultur-Highlights und zur Europameisterschaft ein Fest für den Fußball
„Frankfurt ist eine Kulturstadt“, sagt Galeristin Kirsten Leuenroth. Und ja, sie hat Recht. Frankfurt ist aber auch eine Stadt der Parks und des Mains; eine Stadt, die sich wie ein Puzzle zusammensetzt aus 43 Stadtvierteln, die unterschiedlicher kaum sein könnten – von den Wolkenkratzern und Rooftop-Bars im Zentrum über die urigen Apfelweinlokale in Sachsenhausen, die Fachwerk-Altstadt von Höchst bis hin zu den coolen Modeboutiquen entlang der Berger Straße im Nordend. Und Frankfurt ist, ganz besonders im kommenden Jahr 2024, eine Sportstadt.
Vom 14. Juni bis zum 14. Juli richtet Frankfurt ein ganz besonderes Fußballfest aus: Als einer von zehn Austragungsorten in Deutschland für die UEFA EURO 2024 finden fünf Spiele hier im Deutsche Bank Park statt, darunter ein Achtelfinale am 01. Juli. Auch wer kein Ticket ergattert, kann mitfiebern in der Fan Zone am Mainkai. Auf insgesamt 11 Leinwänden werden die Spiele in die Fan Zone übertragen; das begleitende Programm finden Interessierte stets aktuell auf www.visitfrankfurt.travel.
Und nach dem Fußball ist vor anderen Sport-Highlights: Der City-Triathlon am 28. Juli, der Ironman am 18. August oder der Mainova Marathon am 27. Oktober, Deutschlands ältester Citymarathon, zählen ebenso dazu wie etwa das Straßenradrennen Eschborn-Frankfurt am 1. Mai. Es ist eines der wichtigsten Eintagesrennen des Landes, auch weil neben Elite- und Nachwuchs-Sportlerinnen und Sportlern ausdrücklich Freizeitradfahrerinnen und -fahrer zur Škoda Velotour eingeladen sind.
Alle Menschen für den Sport begeistern: Dieses Motto zieht sich von der Fan Zone bis zur Velotour durch. Und wer das Eintracht Frankfurt Museum besucht, lernt in der Ausstellung unter der Haupttribüne nicht nur mehr über den Verein selbst – je nach Trainingsplan schaut man nebenbei auch dem Erstligisten beim Warm-Up zu.
Auch in der Kulturszene erwartet Frankfurt im kommenden Jahr ein spannendes Duett aus hochkarätigen Blockbuster-Ausstellungen und kleinen, intimen Einblicken in die Kunstwelt. Noch bis zum 18. Februar zeigen das Städel Museum seine Hommage an „Holbein und die Renaissance im Norden“ und die Schirn Kunsthalle das Werk von Lyonel Feininger. Auch das Caricatura Museum widmet sich mit „Ach was. Loriot zum Hundertsten“ noch bis zum 12. Mai einem Publikumsliebling.
„Frankfurt ist eine Kulturstadt“, damit meint Kirsten Leuenroth sowohl die Ausstellungen der großen Häuser, aber auch den Vibe der Kunstmeile Fahrgasse: Hier, auf dem 300 Meter langen Stück zwischen Berliner Straße und Fischerplätzchen am Rand der Neuen Altstadt, haben sich ganze neun Galerien zu den „Galerien Frankfurt Mitte“ zusammengetan. Eine davon, die Galerie Leuenroth, betreibt sie selbst seit 2006. „Wir nehmen die Schwellenangst“, erklärt sie ihre gemeinsamen Bemühungen darum, die Menschen hier für Kunst zu begeistern. Beim „Spring View“ am 3. Mai und an 7 weiteren Eröffnungsabenden im nächsten Jahr starten alle Galerien gleichzeitig mit neuen Ausstellungen. Geöffnet sind die Räume dann bis spät in den Abend, hier legt ein DJ auf, dort gibt's ein Glas Wein – und am Samstag drauf eine kostenlose Führung durch alle Galerien. Auch beim „Saisonstart“ der „Frankfurt Art Experience“ vom 6. bis 8. September ist die Fahrgasse der Hotspot unter den mehr als 50 teilnehmenden Kunst-Orten in der Stadt. Alle Termine werden auf der gemeinsamen Webseite galerien-frankfurt-mitte.de angekündigt.
„Kultur für alle“, lautete das Plädoyer, mit dem der damalige Kulturdezernent Hilmar Hoffmann schon vor über 40 Jahren Frankfurt zur Kulturstadt ausgebaut hat. Das Ergebnis feiert die Stadt auch 2024 wieder – etwa beim Museumsuferfest am letzten August-Wochenende. Rund eine Million Menschen besuchen dann nicht nur die weithin bekannten Kunstmuseen wie Städel oder Liebieghaus am südlichen Mainufer. Sondern auch die Häuser, die nach Hoffmanns Plädoyer in rascher Folge in denkmalgeschützten Stadtvillen entstanden: das Deutsche Filmmuseum, das Deutsche Architekturmuseum (derzeit im Umbau) oder das Museum für Kommunikation.
Zum Museumsufer haben sich inzwischen 39 Häuser in der ganzen Stadt zusammengeschlossen; nördlich des Main zählen Institutionen wie die Schirn Kunsthalle oder das Senckenberg Naturmuseum dazu. Hier widmet sich bis Ende 2024 die Ausstellung „Stadtinsekten – Frankfurts kleine Helfer“ der Artenvielfalt und den Insekten im Stadtraum.
Weitere Kultur-Highlights im kommenden Jahr: Die Triennale RAY Fotografieprojekte zeigt zum Thema „Der andere Blick“ vom 3. Mai bis zum 8. September Ausstellungen in und um Frankfurt. Auch im Historischen Museum Frankfurt werden Fotoarbeiten gezeigt, und zwar explizit von Frauen: „Frankfurt. Stadt der Fotografinnen: 1844-2004“ läuft vom 29. Mai bis zum 22. September. Im Städel Museum wiederum widmet sich vom 10. Juli bis zum 27. Oktober eine Ausstellung den „Städel Frauen“ und ab dem 27. November geht's auf eine Zeitreise zu den Alten Meistern in der Ausstellung „Goldene Zeiten? Kunst und Gesellschaft in Rembrandts Amsterdam“ (bis 23. Februar 2025). In der Schirn Kunsthalle wird im Herbst 2024 das Werk des deutschen Konzeptkünstlers Hans Haacke gezeigt.
Kultur für alle, dieses Plädoyer beschränkt sich aber nicht nur auf die Museen der Stadt, die mit ihren Ausstellungen – und charmanten Cafés wie etwa im Liebieghaus – locken. Auch in der Musik bemüht man sich darum, Schwellenängste zu nehmen und möglichst viele Menschen zu begeistern. Beim Fratopia Festival begeistert die Alte Oper vom 24. bis 28. September mit Kurzkonzerten und freiem Eintritt für klassische Musik. Andere Events wie das „Europa Open Air“ Ende August oder Sommerfestivals wie das Osthafen-Festival (20. und 21. Juli) und das Deutsche Jazzfestival Ende Oktober bringen Musik, Theater und Kino zu den Menschen in die Parks, ans Mainufer und sogar auf die Dächer.
Gerade auch Crossover-Projekte begeistern: Am 8. und 9. Februar spielt die Band Frida Gold gemeinsam mit der hr-Bigband „Pop goes Big!“ und am 17. Februar gibt's in der Alten Oper von Karl Bartos, Schlagzeuger der Band „Kraftwerk“, die Uraufführung einer Neuvertonung von dem Stummfilm-Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“.
Reichlich Gründe also, 2024 einen Städtetrip nach Frankfurt zu planen oder auf der Durchreise ein Stopover einzulegen. Immer eine gute Idee ist auch ein Ausflug in die Region FrankfurtRheinMain. Weitere Events und Erlebnisse sowie Reiseangebote für Gruppen, von Stadtrundgängen bis zu Erlebnisbausteinen, gibt's auf der Webseite von Frankfurt Tourismus. Dort kann auch die Frankfurt Card bestellt werden, mit der es Rabatte von bis zu 50 Prozent auf Rundgänge, Rundfahrten oder Eintritte in Museen und zu weiteren Attraktionen gibt. Neben der bewährten Frankfurt Card für 1 oder 2 Tage, die zugleich auch Ticket für den öffentlichen Nahverkehr ist, kann nun auch die Frankfurt Card basic ohne ÖPNV als 2- oder 3-Tageskarte gebucht werden.
Für weitere Informationen: Tourismus+Congress GmbH Frankfurt, tourismus@infofrankfurt.de, www.frankfurt-tourismus.de/reiseplaner