Colomansfest; Foto Tanner Werbung 20 Sep 2012
Colomansfest - Bayerisches Brauchtumsfest mit Pferdeumritt

Tourist Information Schwangau

Eines der bedeutendsten bayerischen Brauchtumsfeste, das Colomansfest, wird in diesem Jahr am Sonntag, den 14. Oktober gefeiert.  An dem beliebten Umritt nehmen rund 200 Reiterinnen und Reitern in Tracht auf ihren prächtig geschmückten Pferden teil. Traditionell findet das Fest immer am zweiten Sonntag im Oktober statt. In diesem Jahr kommt der Feierlichkeit eine besondere Bedeutung zu. Die Rast des Pilgers Coloman in Schwangau jährt sich zum 1000-sten Mal. Das Colomansfest beschließt ein buntes Jubiläumsprogramm, das von Vorträgen über Konzerte bis zur Wallfahrt reicht (weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm unter /http://www.schwangau.de/1000_jahre_coloman.html).

 

Bereits früh am Morgen beginnt das Colomansfest mit dem Schmücken der Pferde. Um 9.30 Uhr zieht der Festzug vom Rathaus, angeführt von der Schwangauer Musikkapelle, zum Festgottesdienst mit Bischof Konrad Zdarsa an der Wallfahrtskirche St. Coloman. Mit der Colomansreliquie erfolgt am Ende der Messe die feierliche Pferdebenediktion mit anschließendem Ritt um die Kirche. Verkaufsstände mit Getränken und Brotzeit laden zum anschließenden gemütlichen Verweilen mit Blick auf die Königsschlösser ein. Zum Abschluss des Jubiläums wird um 16 Uhr zur feierlichen Vesper mit anschließender Einzelsegnung mit der Colomansreliquie geladen.

 

Die Wurzeln des Festes reichen weit zurück. Im Jahre 1012 rastete der irische Mönch Coloman auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land, dem heutigen Standort der Colomanskirche. Unschuldig der Spionage verdächtigt, erhängte man den frommen Pilger nur zwei Jahre später in Stockerau. Die Wunder, die sich an seiner Grabstätte ereigneten, verhalfen St. Coloman zu ungeahnter Popularität selbst bis ins moderne Zeitalter hinein. Auch in Schwangau erhörte er die Bittgesuche der Bauern in den schweren Pestjahren. Dem damals im 14. Jahrhundert abgelegten Gelübde einer jährlichen Pferdeprozession, wird selbst im modernen Zeitalter noch Rechnung getragen. Gott verschonte die Schwangauer Bürger, die Gemeinde fiel nicht gänzlich dem „schwarzen Tod“ zum Opfer. Zum Dank wird seitdem jedes Jahr während des Colomanfestes, das damals abgelegte Versprechen des feierlichen Pferdeumrittes eingelöst.