27 Jan 2012
Ausstellung: Steppenkrieger - Reiternomaden des 7. - 14. Jahrhunderts aus der Mongolei

Landschaftsverband Rheinland

Steppenkrieger
Reiternomaden des 7. - 14. Jahrhunderts aus der Mongolei 26. Januar bis 29. April 2012

 

Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Das Forschungsprojekt
Gemeinsam mit der Mongolischen Akademie der Wissenschaften (Ulaanbaatar), der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn führt das Landesmuseum ein von der Gerda-Henkel-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt zu drei Felsspaltengräbern aus der Mongolei durch. Sie zeichnen sich durch eine einzigartige Erhaltung der Beigaben aus. Köcher, Pfeile, Reflexbogen, Sattel, Steigbügel, Ledertaschen, Textilreste sind ebenso erhalten wie die wohl älteste Pferdekopfharfe.

Kultur und Lebenswelt der Steppennomaden
Die vielfältigen Forschungsergebnisse werden oftmals unter Einsatz modernster Analyseverfahren erzielt. Sie geben eine umfassende Vorstellung von der Herstellung der verschiedenen Objekte und deren Verwendung. Nachbildungen durch professionelle Bogenbauer, Schmiede und Fachleute aus dem Holz verarbeitenden Gewerbe lassen die Lebenswelt der frühmittelalterlichen Reiternomaden (6.-9. Jahrhundert) wieder erstehen. Anhand der Objekte gelingt ein tiefer Einblick in das Leben der Steppennomaden und damit in eine Kultur, die immer wieder die mitteleuropäische Geschichte maßgeblich beeinflusst hat (Skythen, Hunnen, Awaren, Ungarn, Mongolen u.a.).

Kindermitmachbereich
Hier können Kinder (und Erwachsene!) spielerisch die Lebenswelt der mongolischen Steppenreiter erkunden: eine originale, komplett ausgestattete Jurte, auch heute noch das traditionelle Zelt der Nomaden in West- und Zentralasien, steht im Zentrum. Es gibt verschiedene mongolische Spiele, eine Pferdekopfgeige zum Spielen, Kleidungsstücke für Kinder zum Anprobieren und zwei Jurtenmodelle, die selbständig aufgebaut werden können.

Veranstaltungen
Ein umfangreiches Programm mit Konzerten, Vorträgen, Kinofilmen und zahlreichen Workshops ergänzt die Ausstellung.